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Abhandlung über
Zähne-Gebiss
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13-08-2009

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Entwicklungsgeschichtlich hat sich das Raubtier-Gebiss unserer Hunde
seit fast drei Millionen Jahren kaum verändert. Auf Grund der typischen
Lebensweise der Hunde eignet sich das Gebiss in erster Linie zum Fangen,
Zerreißen und Zerkleinern der Beute. Das Kiefergelenk des Hundes erlaubt
daher auch kaum zermahlende Kaubewegungen, sondern wirkt durch die hinteren
Zähne wie ein schneidender Brechscherenmechanismus. Bei der Geburt bei
unseren Teckeln sind noch keine Zähne vorhanden, diese brechen ca. im Alter
von 3-4 Wochen zuerst als Milchzähne im Unterkiefer durch, manchmal etwas
früher. Das Milchgebiss sollte in der 6.- 7. Lebenswoche dann vollständige
ausgebildet sein.
Gebiss
Milchgebiss besteht aus3 Milchinzisiven (Schneidezähne) im Oberkiefer
3 Milchinzisiven (Schneidezähne) im Unterkiefer
1 Milchcaninus (Fangzahn) im Oberkiefer, 1 Milchcaninus
(Fangzahn) im Unterkiefer
3 Milchprämolaren im Oberkiefer, 3 Milchprämolaren im Unterkiefer,
Ober- und Unterkiefer links und
rechts jeweils aus:
3 Milchinzisiven (Schneidezähne),
1 Milchcaninus (Fangzahn)
3 Milchprämolaren
Der vorletzte Milchprämolar des
Oberkiefers und der letzte Milchprämolar im Unterkiefer arbeiten zusammen
und bilden die Reißzähne. Die Milchzähne sind graziler und spitzer geformt
als die bleibenden Zähne und häufig leicht bläulich gefärbt. Jeder Zahn
besteht aus Zahnkrone, Zahnwurzel und Zahnhöhle. Das Milchgebiss hat
insgesamt 28 Zähne, es fehlen hier die Prämolaren 1 (4 Stück) und die
Molaren (10 Stück), die nur einmal für das bleibende Gebiss heranwachsen.
Welpenkäufer beachten:
Obwohl das Fehlen des Zahnes
P4 seit langem
zuchtausschließend ist, ...
erst nach dem ersten
Zahnwechsel zwischen dem 4.-7. Monat wird ersichtlich, ob ein
Teckel einen
Zahnfehler hat. ...
Zahnwechsel
Der Zahnwechsel ist bei unserem Hund ein komplizierter Vorgang, der auch
bestimmt nicht schmerzfrei ist. Da auch die Milchzähne vollständig
ausgebildete und - besonders am Fangzahn - bemerkenswert lange Wurzeln
besitzen, müssen diese durch den Druck der nachwachsenden Zahnkeime der
zweiten Bezahnung resorbiert, das heißt aufgelöst werden. Wahrscheinlich
wird dieser Vorgang auch durch spezielle Fresszellen unterstützt. Die
Milchzahnwurzel wird also von innen und außen abgebaut, bis der Zahn seine
Verankerung im Zahnfleisch und im knöchernen Zahnfach verliert und
ausfällt. Der Zahnwechsel beginnt meist im Alter von 3 1/2 Monaten und ist
in der Regel mit sechs Monaten bei unserem Hund abgeschlossen. Der
Zahnwechsel beginnt mit den Schneidezähnen, dann erscheinen die Prämolaren
1, die keinen Milchzahnvorläufer haben und nur einmal ausgebildet werden.
Nacheinander erscheinen die Molaren (auch kein Milchzahnvorläufer) und dann
werden die Prämolaren gewechselt. Die Fangzähne brauchen auf Grund ihrer
langen Wurzeln besonders lange zum Ausfallen und es kommt auch häufig vor,
dass der Milchfangzahn (blauverfärbt und wackelig) noch vorhanden und
daneben bereits der bleibende Fangzahn durchgebrochen ist. Doch so kleine
Defekte werden auf natürlichem Wege innerhalb kurzer Zeit von selbst
behoben. Doch es kann auch vorkommen das dieser sich nicht löst, dann muss
er vom Tierarzt gezogen werden. Während des Zahnwechsels kann es auch
durchaus zu einer kurzfristigen Unausgeglichenheit des Scherengebisses
kommen, das sich in der Regel nach Abschluss des Zahnwechsels und nach
Fertigwuchs des bleibenden Gebisses von selbst wieder reguliert. Bleibende
Fehler am Scherengebiss, Über- oder Unterbiss, werden mit Zuchtverbot
geahndet, denn hier ist die Gefahr der Vererblichkeit gegeben.
Das vollständige, bleibende Gebiss
des Hundes umfasst folgende Zähne:
Jeweils links
und rechts im Oberkiefer:
3 Inzisiven (Schneidezähne)
1 Caninus (Fangzahn)
4 Prämolaren (Vorbackenzähne)
2 Molaren (Backenzähne)
Jeweils links und rechts im Unterkiefer:
3 Inzisiven
1 Caninus
4 Prämolaren
3 Molaren
Insgesamt befinden sich also im
bleibenden, vollständigen Gebiss 42 Zähne, 20 im Oberkiefer und 22 im
Unterkiefer. Sehr ausgeprägt und am größten sind hiervon die Fangzähne und
die Reißzähne (im Oberkiefer sind dies: der vierte Prämolar, im Unterkiefer
der erste Molar).
Besonderer Beachtung ist dem Zahnbelag zu geben. Sollten sie ihren Teckel
und überwiegend mit Weichfutter füttern, geben sie ihm öfters etwas Hartes
zum kauen dadurch reibt sich der Zahnbelag ab.
In ganz schlimmen Fällen muss dieser vom Tierarzt entfernt werden dabei
wird der Teckel in Narkose gelegt. Also achten Sie darauf das ihr
Hund genug harte Nahrung bekommt.
Gebisspflege
In den vielen Jahren des Zusammenlebens von Mensch und Hund entstanden mehr
als 350 verschiedene Rassen: Große, Kleine, Dicke, Dünne, Langhaarige und
Nackte, Bunte und Einfarbige, die einen mit, die anderen ohne Rute. Es gibt
eigentlich nichts am Äußeren des vierbeinigen Partners Hund, wo es dem
Mensch nicht gelungen ist, züchterisch Einfluss zu nehmen. Einzig das
Gebiss widerstand allen modischen Trends, so dass sich heute - abgesehen
von Zahnfehlern - im Fang des kleinsten Hundes der Welt, des Chihuahua
ebenso 42 Zähne befinden, wie beim riesigen Irish Wolfhound. Auch die
Funktionalität ist entwicklungsgeschichtlich nie verändert worden, das
Hundegebiss dient nach wie vor weniger dem Zerkauen von Nahrung, sondern
dem Erfassen von Beutetieren und dem groben Zerreissen der Nahrung. Die
großen Fleischfetzen werden dann heruntergeschlungen. So erlaubt das
Kiefergelenk des Hundes kaum zermahlende Kaubewegungen, es wirkt vielmehr
durch die hinteren Zähne wie ein schneidender Brechscherenmechanismus.
Hundewelpen werden zahnlos geboren, erst im Alter von ca. drei bis vier
Wochen kommen die ersten Milchzähne. Gegen Ende der sechsten Lebenswoche
ist das vollständige Milchgebiss ausgebildet. Es besteht im Ober- und
Unterkiefer links und rechts jeweils aus:
3 Milchschneidezähnen (Incisivi)
1 Milchfangzahn (Caninus)
3 Milchvorbackenzähnen (Prämolaren)
Jeder Zahn besteht aus der Zahnkrone, dem sichtbaren, oberen Teil des
Zahnes, die vom Zahnschmelz, der härtesten Körpersubstanz, überzogen ist.
Darunter befindet sich das Zahnbein (Dentin), das auch die komplette Wurzel
bildet. Krone und Wurzel sind hohl. In ihnen befinden sich Blut- und
Lymphgefäße sowie der Zahnnerv. Die Wurzel wird außerdem von einer dünnen
festen Haut, dem Wurzelzement, umgeben, der zum Halteapparat zählt,
weil er mit einer Vielzahl von Fasern den Zahn im Knochenfach des Kiefers
verankert. Bricht der Zahn durch, ist die Zahnkrone vollständig
ausgebildet, nicht aber die Wurzel. Sie wird erst in den nächsten
Lebensmonaten fertiggestellt und wächst noch. Auch die Zahnhöhle verändert
sich in den ersten zwei Lebensjahren noch erheblich. Sie ist zunächst sehr
weiträumig, aber die Zellen des Zahnmarkes produzieren während des ganzen
Lebens kontinuierlich Dentin. Dadurch wird die Zahnhöhle immer enger,
jedoch die Wandstärke des Zahnes - und damit seine Bruchfestigkeit - nimmt
zu. Vollständig ausgewachsen und damit voll belastbar ist der Hundezahn
erst mit etwa zwei Jahren
Der Zahnwechsel ist ein komplizierter Vorgang. Die Milchzähne besitzen
vollständig ausgebildete und besonders am Eckzahn lange Wurzeln. Diese
müssen durch den Druck der nachwachsenden Zahnkeime der zweiten Bezahnung
aufgelöst werden. Der Zahnwechsel beginnt meist mit dreieinhalb Monaten und
sollte mit dem sechsten Lebensmonat beendet sein. Meist beginnt er an den
Schneidezähnen, dann erscheint der erste bleibende Prämolar (P1), der
keinen Milchzahnvorläufer besitzt. Nacheinander kommen die Molaren, und die
anderen Prämolaren werden gewechselt.
Die Eckzähne benötigen wegen der bereits erwähnten langen Wurzeln besonders
viel Zeit zum Ausfallen, so dass sehr häufig bleibender "Ersatz"-Caninus
und der schon etwas wackelige Milch-Caninus zusammen im Fang auftreten.
Mit sechs Wochen ist das aus 28 Zähnen bestehende Milchgebiss meist
vollständig ausgebildet. Milchzähne sind schlanker und spitzer als die
bleibenden Zähne und oft leicht bläulich gefärbt. Der im Alter von etwa
dreieinhalb Monaten einsetzende Zahnwechsel bedeutet für den
heranwachsenden Hund eine große Belastung. Man darf nicht vergessen, dass
die Milchzähne ja vollständig ausgebildete, fest verankerte Zähne sind, die
von außen und von innen praktisch abgebaut und schließlich vom
nachwachsenden bleibenden Zahn herausgedrückt werden. In der Regel beginnt
der Zahnwechsel bei den Schneidezähnen und setzt sich bei den Backenzähnen
fort. Der erste Prämolar (P1) hat keinen Milchzahnvorläufer und bricht als
erster dieser Zähne durch. Danach folgen die Molaren und anderen Prämolaren.
Verläuft alles normal, ist der Zahnwechsel etwa mit dem sechsten
Lebensmonat abgeschlossen. Besonders bei verzwergten oder kurzschädeligen
Hunderassen treten oft Verzögerungen bzw. Störungen des Zahnwechsels auf.
Gibt es Probleme, dass sich z.B. ein Milchzahn nicht lockert, kann der
Tierarzt röntgenologisch feststellen, ob der bleibende Zahn überhaupt
angelegt ist, schief zu wachsen droht o.ä.
Eventuellen späteren Zahnstellungs- bzw. anderen durch Unregelmäßigkeiten
während des Zahnwechsels hervorgerufenen Gebissfehlern kann bis zu einem
gewissen Grad vorgebeugt werden. Das Zerren an Tüchern oder vor allem
Knabbern an Kauknochen wirkt wie eine Gebiss-Massage und beeinflusst
positiv den Milchzahnausfall. Die grau Spezialtiernahrung empfiehlt hier
z.B. ihre Produktreihe "Knackiger Knabberspaß", darunter vor allem die
Sorte "Mini Dental für gesunde Zähne". Außerdem hält sie eine breite
Palette Kauspielzeug für Hunde aller Größen und Altersgruppen bereit. Durch
den Kaueffekt der Hunde und der damit verbundenen natürlichen
Speichelentwicklung sind diese Produkte als natürliche Zahnbürste zu
betrachten, die dafür sorgt, dass auch unangenehmer Zahnbelag auf dem
bleibenden Gebiss auf Dauer verschwindet und die Zähne gesund bleiben.
Das vollständige bleibende Hundegebiss umfasst folgende Zähne:
Jeweils links und rechts im Oberkiefer:
3 Schneidezähne (Inzisivi - I)
1 Fangzahn (Caninus - C)
4 Vorbackenzähne (Prämolaren - P)
2 Backenzähne (Molaren - M)
Jeweils links und rechts im Unterkiefer:
3 Schneidezähne (Inzisivi - I)
1 Fangzahn (Caninus - C)
4 Vorbackenzähne (Prämolaren - P)
3 Backenzähne (Molaren - M)
Insgesamt finden wir also im bleibenden Gebiss 42 Zähne. Am deutlichsten
ausgeprägt und auch am größten sind hiervon die Fangzähne (Canini) und die
zum Zerteilen der Beute benutzten Reisszähne (im Oberkiefer: der vierte
Vorbackenzahn (P 4), im Unterkiefer: der erste Backenzahn (M 1).
Vom Besitzer nicht zu beeinflussen ist das angeborene Fehlen einzelner oder
mehrerer Zähne. Steht fest, dass dem Hund ein Zahn fehlt, sollte
schnellstmöglich durch eine Röntgenuntersuchung geklärt werden, ob es sich
um einen verzögerten bzw. unvollständigen Zahndurchbruch (hier kann in den
meisten Fällen der Tierarzt helfen) handelt, oder ob der Zahn tatsächlich
nicht angelegt ist. Ab und zu sind auch mehr als 42 Zähne im Hundegebiss zu
finden. Auch hier entscheidet der Tierarzt, ob der überzählige Zahn
entfernt werden sollte. Angeborene Zahnverluste sind ein züchterisches
Problem und führen in den meisten Fällen zum Zuchtverbot für den
betroffenen Hund. Zu diesem Komplex gehören auch die sogenannten Zahn- und
Kieferfehlstellungen, z.B. Vor- und Rückbiss, Zahnengstand u.a.
Die meisten Erkrankungen der Zähne, des Zahnfleisches und der Kieferknochen
beginnen mit der Ansammlung bakterieller Beläge, der Bildung der
sogenannten Plaque, aus dem Zahnstein entstehen kann. Als Karies bezeichnen
wir die allmähliche Aufweichung und Zerstörung der Zahnhartsubstanz,
verursacht durch Bakterien, die sich von Speiseresten auf der
Zahnoberfläche ernähren. Sie scheiden dabei Säure aus, die den Zahnschmelz
aufweicht und zerstört.
Die Form der Hundezähne erleichtert sehr deren Selbstreinigung, so dass
echte Zahnkaries beim Hund (nur etwa 6 Prozent leiden daran) zum Glück nur
selten auftritt. Besonders gefährdet sind kurzköpfige Rassen, bei denen die
Zähne dichtgedrängt zusammenstehen. In den engen Zahnzwischenräumen setzen
sich Speisereste fest, die den Kariesbakterien Nahrung geben. Der intakte
Zahnschmelz ist sehr widerstandsfähig gegen kariöse Zerstörung, während das
darunter befindliche Dentin wesentlich weicher und deshalb leicht
angreifbar ist. Daher sind immer Zahnbereiche stark gefährdet, an denen der
Schmelzüberzug beschädigt ist. Dies kommt an den Canini vor, wenn die
Zahnspitzen durch Steinespielen o.ä. abgerieben sind, an Zähnen mit
Schmelzschäden (Schmelzhypoplasien) und besonders in der Mitte des ersten
Oberkiefer-Molaren. Bleibt die Karies über längere Zeit unentdeckt, wird
die Zahnhöhle (Pulpa) infiziert und entzündet sich, was mit beträchtlichen
Schmerzen und Eiterungen verbunden sein kann. In schweren Fällen muss der
Zahn extrahiert werden, bei leichterem Kariesbefall kann der Tierarzt den
Zahn durch eine Füllung retten.
Zur Vorbeugung ist es sinnvoll, das Gebiss regelmäßig zu reinigen.
Ein perfektes Gebiss mit korrekter Verzahnung der Zahnreihen des Ober- und
Unterkiefers erfordert ein harmonisches Größen- und Längenverhältnis der
Kieferknochen zueinander. Die Verkürzung oder Verlängerung des Ober- bzw.
Unterkiefers ergibt somit einen Vor- oder Rückbiss.
Als "Vorbiss" bezeichnet man die Verlängerung des Unterkiefers, so dass die
unteren Schneidezähne vor dem oberen Schneidezahnbogen stehen. Der gleiche
Eindruck kann bei Verkürzung des Oberkiefers entstehen.
Der umgekehrte Fall, das heißt die Verlängerung des Oberkiefers (oder
Verkürzung des Unterkiefers) wird als "Rückbiss" bezeichnet.
Bei fast allen Hunderassen wird ein Scherengebiss verlangt. Das bedeutet,
dass der obere Schneidezahnbogen weiter als der untere ausgeprägt ist und
die oberen Schneidezähne die unteren unter Zahnkontakt etwas überdecken.
Beim direkten Aufeinanderstehen der Schneidezähne sprechen wir vom
"Zangengebiss". Als "umgekehrte Schere" bezeichnet man das unerwünschte
Vorstehen der unteren Schneidezähne vor den oberen.
In der Praxis treten gleichzeitige Verluste mehrerer Zähne recht selten
auf. Extreme Zahnunterzahlen weisen lediglich Rassen wie zum Beispiel
Nackthunde auf.
Zahnüberzahl tritt als Abnormalität nur selten auf, stellt also züchterisch
kein großes Problem dar und wird nur selten beanstandet. Meist tritt eine
Vermehrung der Schneidezähne auf.
In Studien an der Zahnstation der Veterinärmedizinischen Universität Wien
konnte nachgewiesen werden, dass Erkrankungen der Maulhöhle (Plaque,
Zahnstein, Gingivitis, Parodontitis) chronische Schmerzen verursachen,
welche nach der Behandlung signifikant vermindert werden können. Damit
konnte erstmals zweifelsfrei bewiesen werden, dass die Behandlung von
Zahnerkrankungen auch beim Hund Schmerzen lindert bzw. beseitigt.
Bei den meisten Zahnerkrankungen des Hundes kann der Besitzer durch
vorbeugende Maßnahmen, wozu auf alle Fälle richtige Fütterung und
Zahnpflege gehören, viel tun, damit Karies oder Fehlbildungen am
Zahnschmelz (Schmelzhypoplasie) nicht erst auftreten. Mit Abstand die
meisten Sorgen bereitet aber dem Hundebesitzer der Zahnstein, auch Plaque
genannt. Auch hier gibt es eine erbliche Veranlagung, aber meist entstehen
starke Zahnbeläge durch Krankheiten oder Mangelerscheinungen, die auf eine
falsche oder unzureichende Versorgung mit Vitaminen oder Spurenelementen
zurückzuführen sind.
Die beste Behandlung von Zahnstein ist die Vorbeugung. Dazu gehört, dass
man dem Hund regelmäßig die Zähne putzt, was dem Vierbeiner - rechtzeitig
daran gewöhnt - keinesfalls unangenehm ist. Der Fachhandel bietet hier
spezielle Zahnpasten, aber auch Schlämmkreide erfüllt den gleichen Zweck.
Eine große Rolle spielt bei der Prophylaxe die Ernährung als natürliche
Möglichkeit, die Zähne zu reinigen. Im Sortiment von grau findet sich neben
den bereits erwähnten Knabberprodukten für alle Größen und Altersgruppen
die richtige Nahrung.
Hat sich Zahnstein abgesetzt, muss er vom Tierarzt entfernt werden, was
heutzutage schonend und vor allem schmerzfrei durch Ultraschall gemacht
wird. So weit sollte es aber niemand erst kommen lassen, denn: Regelmäßige
Gebiss-Pflege wirkt oft Wunder!
Zahnfleischentzündung und schiefe Zähne bei Kleintieren weit verbreitet!
Bei mehr als 85 Prozent der über dreijährigen Hunde ist der
Zahnhalteapparat krankhaft verändert: Zahnfleisch und Kieferknochen sind
entzündet, die Zähne lockern sich. Tierhalter bemerken dies oft erst wenn
ihr Hund sich am Kopf nicht mehr anfassen lässt, unangenehm aus dem Maul
riecht oder vor Schmerz nicht mehr frisst. Auf den 17. "Baden-Badener
Fortbildungstagen Kleintierpraxis" diskutieren Experten vom 14. bis 17.
April 2005 im Kongresshaus Baden-Baden unter anderem über
Zahnfleischentzündung, Zahn- und Kieferbrüche, Fehlstellungen und
Kieferorthopädie bei Hunden. Ursache sind - wie auch beim Menschen - meist
Beläge auf den Zähnen. Weicher Zahnbelag - so genannte "Plaque" - aber auch
harter Zahnstein begünstigen Bakterien und damit Zahnfleischentzündungen. "Parodontale
Erkrankungen können zu ausgedehnten Entzündungen im Kieferknochen führen
und nachfolgend auch Organe wie Herz, Leber oder Nieren schädigen", betont
Dr. M. E...... der Esslinger Tierarzt und Zahnarzt leitet in Baden-Baden
ein Seminar über tiermedizinische Zahn-
Mund- und
Kieferheilkunde. "Wichtig ist es, die Krankheit frühzeitig zu behandeln",
so E..... Denn regelmäßige Zahnpflege sei auch bei Hunden wirksam. Dazu
gehört es, dem Hund etwas "zu Beißen" zu geben, wie beispielsweise
Kauknochen. Aber vor allem Zähne putzen ist wichtig: mehrmals wöchentlich
mit einer weichen Kinder- oder auch einer speziell für Hunde entwickelte
Zahnbürste und entsprechender Zahnpasta. Hundewelpen kommen zahnlos zur
Welt. Die Milchzähne brechen im Alter von zwei bis sechs Wochen durch.
Sechs Monate später schieben die bleibenden Zähne nach. Das Gebiss besteht
dann aus 42 Zähnen. Diese stehen jedoch nicht immer am vorgesehen Platz.
Deshalb ist bei Hunden häufig eine kieferorthopädische Behandlung nötig.
"Es handelt sich hierbei jedoch nicht um eine ästhetische Korrektur,
sondern um reine Schmerzbeseitigung und Wiederherstellung der Gesundheit
des Tieres", sagt E....... Denn die Tiere beißen sich mit falsch stehenden
Fangzähnen sogar Löcher in den Kiefer. "Betrachtet man die Auswirkungen von
Zahnerkrankungen auf die allgemeine Gesundheit und das Verhalten eines
Tieres, so ist jede Behandlung, die notwendig ist, um diese Problematik zu
beheben, gerechtfertigt", betont E......
Alter des Teckel
Diese Tabelle zeigt das Alter eines Hundes im Vergleich zu dem Alter eines
Menschen
|
Hund
|
Mensch
(in Jahren)
|
Hund
|
Mensch
(in Jahren)
|
|
6 Monate
|
10
|
6 Jahre
|
40
|
|
7 Monate
|
11
|
7 Jahre
|
44
|
|
8 Monate
|
12
|
8 Jahre
|
46
|
|
9 Monate
|
13
|
9 Jahre
|
50
|
|
10 Monate
|
14
|
10 Jahre
|
55
|
|
11 Monate
|
15
|
11 Jahre
|
60
|
|
12 Monate
|
16
|
12 Jahre
|
64
|
|
14 Monate
|
17
|
13 Jahre
|
67
|
|
16 Monate
|
17,5
|
14 Jahre
|
71
|
|
18 Monate
|
18
|
15 Jahre
|
75
|
|
2 Jahre
|
20
|
16 Jahre
|
80
|
|
3 Jahre
|
25
|
17 Jahre
|
85
|
|
4 Jahre
|
31
|
18 Jahre
|
88
|
|
5 Jahre
|
35
|
19 Jahre
|
94
|
Wie gebe ich meinem
Hund eine Tablette?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
Man kann die Tablette zerkleinern und unter das Futter mischen.
Man kann, wenn man es sich zutraut, das Maul weit öffnen und die Tablette
ganz hinten auf dem Zungengrund platzieren, danach das Maul wieder zu und
die Schnauze nach oben halten. Am besten man gibt irgendwas leckeres
hinter her, so dass Ihr Hund die Tablette auch sicher schluckt
Man kann es auch mit weichen Leckerlies versuchen, indem man die Tablette
verstecken kann. Am besten geben Sie erst ein Leckerlie ohne etwas
darin, und das Zweite dann mit der Tablette. Gut aufpassen, dass Ihr Hund
die Tablette nicht wieder ausspuckt - auch spielerisch ist es möglich
einen Hund zu überlisten, in dem man ein Stückchen Käse nimmt (im Falle
Ihr Hund frißt sehr gern Käse, ansonsten eben ein Stückchen Wurst
oder ähnliches) und es einfach in die Luft wirft und Ihr Hund fängt es
auf, beim zweiten Mal dann ein Stück mit der Tablette fangen lassen
Normwerte beim Hund
Die allgemeinen Normwerte des Hundes Körpertemperatur: 37,5- 39,2°C
(bei kleinen Rassen und Welpen ist 39,2°C noch ein Normwert)
Pulsschläge/Min.: 80- 120 , Atemzüge/Min.: 10- 30
1. Läufigkeit: im Alter von 7- 9 Monaten (bei großen Rassen kann es
durchaus auch erst später zur ersten Läufigkeit kommen)
Zyklus: 2 Mal im Jahr, meistens im Frühjahr und Herbst Läufigkeitsdauer:
3 Wochen (Deckbereit um den 11.- 14. Tag der Läufigkeit)
Trächtigkeitsdauer: 63 Tage
Säugezeit:
min. 6 Wochen- 8 Wochen
Entwurmungsschema für Hunde
Welpen sollte man das erste Mal mit 10 Tagen entwurmen. Sie sollten dann
alle 14 Tage entwurmt werden bis sie 10 Wochen alt sind. Am Anfang reicht
eine Entwurmung gegen Nematoden (Rundwürmer). Diese Wurmart kann nämlich
mit der Muttermilch auf den Welpen übertragen werden.
Ab einem Alter von 10 Wochen reicht dann eine Entwurmung alle 3 Monate
aus. Ist das Tier 1 Jahr alt, so sollte auf jeden Fall einmal im Jahr
entwurmt werden. Es reicht dann auch nicht mehr eine ausschließliche
Entwurmung gegen Nematoden, denn auch alle anderen Wurmarten können
inzwischen eine Rolle spielen. Es sollte also ein Breitbandanthelmintikum
angewendet werden.
Am besten findet die Entwurmung vor der jährlichen Impfung statt, damit
der Körper zum Impfzeitpunkt nicht mit anderen Krankheiten kämpfen muß.
Öfter als einmal jährlich sollte das Tier entwurmt werden, wenn kleine
Kinder im Haus sind, viel Kontakt zu anderen Tieren besteht oder das Tier
viel spazieren geht und dabei immer mal verschiedene Dinge am Wegesrand
aufnimmt.
Falls Sie ihr Tier nicht auf Verdacht hin entwurmen wollen besteht die
Möglichkeit eine Kotprobe beim Ta. abzugeben und auf Wurmeier
untersuchen zu lassen.
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