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Mit 11 Jahren
wurde ich von meinen Vater, der ein passionierter Reiter, Jäger und
Hundeführer war, in die Hundezucht und Ausbildung der Jagdhunde eingeführt.
Im Jahr 1950 begann er mit seiner Deutsch Kurzhaarhündin Senta zu
züchten und lies
sich im Stammbuch des Jagdgebrauchshundeverbandes Zuchtverein Deutsch
Kurzhaar Nordhessen (JGHV) den Zwingernamen vom Dietemann schützen, diesen
Zwingernamen übernahm ich 1971.
Der Zwingername symbolisiert für mich nicht nur das Wahrzeichen von
Eschwege, sondern auch die Verbundenheit mit der Jagdhundezucht und mit
meinem Elternhaus,
es liegt gegenüber vom
Landgrafenschloss in Eschwege, aus dem Schlosstürmchen kommt der Dietemann
alle volle Stunde aus seinem Turm und kündigt mit seinem Horn die Uhrzeit
an.
Der Dietemann das Wahrzeichen von Eschwege hat den Eschwegern seinen Namen
gegeben, im Volksmund sind die Bewohner von Eschwege die Dietemänner, die
ihr Wahrzeichen jedes Jahr am 1. Wochenende im Juli mit dem
Johannisfest
feiern.
Meine ersten Schritte mit Jagdhunden begannen im April 1951 mit dem ersten
Wurf Deutsch Kurzhaar meines Vaters. Der Wurf bestand aus 11 (7/4) gesunden
Deutsch Kurzhaarwelpen, die bis auf drei, alle in jagdliche Hände kamen.
Mein Vater behielt eine Hündin und einen Rüden aus diesem Wurf, mit diesen
Hunden begannen meine ersten Schritte in der Jagdhundeausbildung.
Bei der Einarbeitung
dieser beiden DK Junghunden für die Sw 20h am Fuße des Hohen Meißners.
(Vorläufer der heutigen- in Hundekreisen bekannten
Verbandsschweißprüfung "die Hoherodskopf-Verbandsschweissprüfung"
Vogelsberg (Hessen) mein Vater und ich hatten für die beiden Hunde eine
Schweißfährte getupft. Mit dabei war der bekannte Hundemann Herr Konrad
Andreas, der sich den Stand und die Arbeit auf der Schweißfährte der Hunde
ansehen wollte.
Wir standen am Anschuss der ersten Fährte und mein Vater legte die Hündin
ab, ging zum Anschuss um ihn zu untersuchen.
Eine Ermahnung des
Hundemann Konrad Andreas mit folgenden Worten: Auf die Knie und sich
den Anschuss ansehen, nur ein intensiv kontrollierter Anschuss sagt dem
Jäger wie er sich bei Nachsuche verhalten muss, genau dies waren seine
harschen Worte, an dieses Schlüsselerlebnis erinnere ich mich immer wieder,
hat mir bei meinen späteren Schweißarbeiten mit meinen Hunden sowie bei
Nachsuchen sehr geholfen. Ich habe sehr viel von dem Hundemann Konrad
Andreas gelernt und bin sehr froh ihm begegnet zu sein.
1970 bekam ich nach bestandener Jägerprüfung eine Bockdoppelflinte und eine
Büchse 7x64
und meine erste Rauhaarteckel-Hündin, (Elfi vom Klapperberg).
Nun konnte ich meine Liebe und Passion zur Jagd und zum Hundewesen
selbständig nachgehen
und dies mit eignem Hund, was für mich das Schönste ist. Auf dem Weg zu
meiner jagdlichen
Selbständigkeit habe ich viele liebe Menschen kennen gelernt, die meine
Liebe/Passion zu
Jagd und dem Hundewesen förderten, mir immer mit Rat und Tat zur Seite
gestanden haben
und teilweise noch stehen.
Schön wäre es gewesen, wenn mein Vater dies noch miterlebt hätte, den er
war es, der den
Keim für die Natur, die Jagd und die Hunde in mein Herz gepflanzt hat,
leider ist er schon mit
knapp 61 Jahren von uns gegangen.
1971 wurde ich
Mitglied im DTK Gr. Eschwege, seinerzeit eine sehr aktive Gruppe.
Ich führte meine Teckelhündin Elfi vom Klapperberg innerhalb des ersten
Jahres auf fast allen
Prüfungen (Sp/J., SchwhK., St., Sp. und Vp., BhFK.) im Alter von einem Jahr
und elf Tagen hatte die Rauhaarteckelhündin die Bedingungen für die
Eintragung ins Gebrauchsteckelstammbuch 1972 (Nr. 190/72) erfüllt, meine
erste Auszeichnung im DTK "Elfi vom Klapperberg" genannt Silva.
Silva war zwei Jahre alt war, nach der bestandenen Sw/I., beschloss ich mit
ihr den 1. Wurf zu
züchten, ich beantragte Zwingerschutz im DTK für den Zwingernamen vom
Dietemann“ bekam den Zwingernamen vom Stammbuchamt des DTK genehmigt.
Aus mehreren Stammbüchern (1962-1970) des DTK suchte ich mir
den Deckrüden "Solo vom
Ahlsensee" der im Besitz von Frau Brigitte Preuss stand, aus.
Am 2. Weihnachtstag 1972 deckte Solo meine Silva, sie wölfte am 61. Tag 4
gesunde Welpen
(1/3). Mit Silva (ELFI) habe ich einige schwere aber erfolgreiche
Nachsuchen bewältigt und zwei Füchse gesprengt. Leider wurde die Hündin nur
drei Jahre alt, als ich sie auf tragische Weise verlor, aber in meinem
Herzen lebt sie weiter.
Zum Glück behielt ich aus dem ersten Wurf eine Hündin mit dem Namen Antje
die eine hervor-
ragende Nachsuchenhündin wurde und dem Zwinger alle Ehre machte, viele
Einladungen zu
Einzel- und Gesellschaftsjagden bekam ich auf Grund meiner guten
Nachsuchenhündin Antje .
Sie zog mir einen Fuchswelpen groß, der unser Schliefenfuchs wurde, ein
typischer Reineke.
Antje wurde Stammhündin, sie brachte gute Nachzucht die
bis auf 3 Welpen die alle in Jäger- bzw. Führerhände kamen, sie wurde
fast 15 Jahre alt, Gesäugekrebs- nahm ihr das Jagen und ihr Leben.
17 Tage bevor sie verendete suchte sie mir ein schwaches Stück Rehwild
nach, dem ich den
Schuss zu tief antragen hatte, eine Teckelhündin, verlässlich wenn das
Stück den Schuss hatte kam es bei der Nachsuche mit Antje meiner
kleinen Ausnahmehündin auf Schweiß zur Strecke.
22 Jahre führte ich Rauhaarteckel, bis ich mein Herz an eine
Kurzhaarteckelhündin verlor.
Seit 1995 führe ich nun Kurzhaarteckel und züchte im kleinem Rahmen
Kurzhaarteckel unter dem Namen Jagdgebrauchsteckelzwinger "
vom Dietemann FCI
"
Seit dem 3.
Dezember 2003 ist mein Kurzhaarteckelzwinger "vom Dietemann " auch
international geschützt und darf den Zusatz FCI führen.
Die kalte Schnauze eines Hundes ist warm
gegen
die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen
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